Vorschau

Ich freue mich, dass ich nach einer längeren Pause wegen eines heftigen Wasserschadens ab Mai 2021 den Raum wieder bespielen kann.

Im Rahmen des ArtSpring finden ein Konzert und Schaufensterausstellungen statt. 

 

Ulrike Ettinger

research handmade


HIER: 14.,15.,16. Mai (Freitag-Sonntag) 
von 13-19 Uhr

In ihrer Installation im Schaufenster  „Hier! Proberaum für Kunst“ blickt die Künstlerin Ulrike Ettinger aus unterschiedlichen Perspektiven auf Handwerk. In Zeichnungen und Objekten wird nach der Bedeutung von Handwerk in der eigenen künstlerischen Biografie, den Verflechtungen von Handwerk und Kunstmarkt sowie nach der ungleichen Wertschätzung von Handwerk innerhalb und außerhalb der Kunstwelt gefragt. Auch knüpft die Künstlerin an frühere Themen in ihrer künstlerischen Forschung an, wie die staatliche Verwertung von Volkstracht / tradiertes Handwerk in Rumänien.

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Bettina Cohnen

Ausblick auf Jagdgründe – Ein Resonanzraum als Interieurstudie

PerformanceHIER: Freitag 28. Mai / Samstag 29. Mai / Sonntag 30. Mai,
jeweils 14 – 18 Uhr

 

Auf das Feinste vorbereitet sitzt sie am Panoramafenster,

blickt sehnsuchtsvoll hinaus auf die Welt.

Leicht bauscht sich die Gardine im Wind.

Draußen jagt die Welt vorbei – grell, in rasender Geschwindigkeit.

Ihr Blick sucht Halt, erhofft zu erspähen: etwas.

Sie übt sich in Geduld.

Ausblick auf Jagdgründe

Ein Resonanzraum als Interieurstudie

Klangwelten rufen Bilder hervor. Mit der Arbeit „Resonanzräume“ erkundet Bettina Cohnen diese Wirkung von Hörerlebnissen auf ihre Gedankenwelt. Dafür baut sie Modellräume, die durch fotografische Montage zur Bühne einer stilisierten Figur werden. Die „Resonanzräume“ sind der Realität enthoben, sie sind konstruiert, abstrakt, fiktiv. Losgelöst von ihrem musikalischen Ursprung werden sie zu einer Projektionsfläche für Emotionen, zu eigenständigen Bildern menschlicher Sehnsüchte, Hoffnungen, Ängste.

So wie unser tatsächliches Leben derzeit um einen Großteil seiner Öffentlichkeit beraubt wurde, sind die Figuren in Bettina Cohnens „Resonanzräumen“ auf sich selbst zurückgeworfen. In einem meist abgeschlossenen Raum, der nur begrenzt Blick auf die Außenwelt zulässt, verhandeln sie ihr Dasein ohne sichtbares Gegenüber.

Für die Performance „Ausblick auf Jagdgründe“ überführt die Künstlerin zum ersten Mal einen ihrer „Resonanzräume“ in ein Tableau vivant, das von der Straße aus durch das Schaufenster betrachtet werden kann. Der Galerieraum wird zur Kulisse für einen gedanklichen Monolog und es entsteht ein vielschichtiges Spiel mit dem Innen und dem Außen.

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