Vorschau

Ich freue mich, dass ich nach einer längeren Pause wegen eines heftigen Wasserschadens ab Mai 2021 den Raum wieder bespielen kann.

Im Rahmen des ArtSpring finden ein Konzert und Schaufensterausstellungen statt. 

Fidan Aghayeva-Edler

PRIMAL PATTERNS

HIER: Saturday the 8th of May 2021 at 5 PM

Pianistin Fidan Aghayeva-Edler spielt eine Mini-Reihe der Schaufensterkonzerte in unterschiedlichen Veranstaltungsorte Berlins. Im Programm stehen fünf ältere und drei neue, explizit für dieses Konzert komponierte Werke für Toy Piano (Spielzeug Klavier), und eine Improvisation. Das Thema „Homeschooling/Parenting im Lockdown“ dient als Verbindung für die Werke des Projekts. Die Aufführungstermine werden sich gleichmäßig über den Frühling verteilen: gespielt wird in Weissensee, Charlottenburg, Prenzlauer Berg und Wedding. Das Konzertprogramm wird mindestens einmal livegestreamt über Youtube und Facebook.

John Cage „Suite for Toy Piano“ (1948)
Julia Wolfe „East Broadway“ (1996)
Michael Finnissy „Sonata for Toy Piano“ (2006-2007)
Dai Fujikura „Milliampere“ (2010)

Fidan Aghayeva-Edler Live Improvisation

Dai Fujikura „Minas Song“ (2013)
Margarete Huber „Number One“ (2021) UA
Florence Anna Maunders „Primal Patterns“ (2020) UA
Emily Pedersen „Caged Innocence“ (2021) UA

Toy Piano als Solo-Instrument ist dem breiten Publikum nicht besonders bekannt. Die Bekanntmachung des Toy-Piano Repertoires, in Verbindung mit der Reflektion an den aktuellsten Themen des Lockdowns (Parenting, Homeschooling, soziale Einschränkungen) in Schaufenstern der kleinen Kiezläden (da wo man heutzutage immer ist!) kann die frühlinghaften Leichtsinnigkeit und Kulturgenuss langsam ins Leben zurückholen.

Es gibt nur wenige PianistInnen in der Welt, die am Toy Piano ein abendfüllendes Solo Konzert spielen. Jedoch ist das Spielzeug Klavier für ein Lockdown Schaufensterkonzert perfekt geeignet. Es hat eine besondere Individualität, ist mobil und bietet einen großen Forschungsraum für KomponistInnen.

FIDAN AGHAYEVA-EDLER – geboren und aufgewachsen in Baku, Aserbaidschan. Sie spielte bereits als Siebenjährige auf dem Konzertpodium, mit elf Jahren trat sie erstmals mit einem Sinfonieorchester auf, mit dem sie das Klavierkonzert d-Moll von Mozart aufführte.

Studium in Aserbaidschan, Norwegen und Deutschland (*Konzertexamen Abschluss 2016). Meisterkurse bei u.a. Marino Formenti, Eric Schneider, Leif Ove Andsnes, Jerome Löwenthal, Josep Colom und Peter Donohoe. Als Solistin und mit Ensemble war sie unter anderem in der Berliner Philharmonie, in der Waldbühne Berlin, im Musikinstrumentenmuseum Berlin, im Steintor Varieté Halle, in der Moritzburg Halle, in der Grieghallen Bergen, im Moskauer Konservatorium in Rachmaninovs Halle zu sehen. Als Solistin spielte sie mit dem Staatlichen Symphonieorchester Aserbaidschans und der Philharmonie Bergen.

Als Solo-Pianistin wurde sie zu Konzertreihe „musica reanimata“ im Konzerthaus Berlin (2019), zum Impuls Festival (2014 und 2019), dem Aurora Festival Sweden (2017), dem ICPA Festival (2017), den Händelfestspielen (2015), dem Festival «Verfemte Musik» Schwerin (2014), dem

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Ulrike Ettinger

research handmade


HIER: 14.,15.,16. Mai (Freitag-Sonntag) 
von 13-19 Uhr

In ihrer Installation im Schaufenster  „Hier! Proberaum für Kunst“ blickt die Künstlerin Ulrike Ettinger aus unterschiedlichen Perspektiven auf Handwerk. In Zeichnungen und Objekten wird nach der Bedeutung von Handwerk in der eigenen künstlerischen Biografie, den Verflechtungen von Handwerk und Kunstmarkt sowie nach der ungleichen Wertschätzung von Handwerk innerhalb und außerhalb der Kunstwelt gefragt. Auch knüpft die Künstlerin an frühere Themen in ihrer künstlerischen Forschung an, wie die staatliche Verwertung von Volkstracht / tradiertes Handwerk in Rumänien.

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Bettina Cohnen

Ausblick auf Jagdgründe – Ein Resonanzraum als Interieurstudie

PerformanceHIER: Freitag 28. Mai / Samstag 29. Mai / Sonntag 30. Mai,
jeweils 14 – 18 Uhr

 

Auf das Feinste vorbereitet sitzt sie am Panoramafenster,

blickt sehnsuchtsvoll hinaus auf die Welt.

Leicht bauscht sich die Gardine im Wind.

Draußen jagt die Welt vorbei – grell, in rasender Geschwindigkeit.

Ihr Blick sucht Halt, erhofft zu erspähen: etwas.

Sie übt sich in Geduld.

Ausblick auf Jagdgründe

Ein Resonanzraum als Interieurstudie

Klangwelten rufen Bilder hervor. Mit der Arbeit „Resonanzräume“ erkundet Bettina Cohnen diese Wirkung von Hörerlebnissen auf ihre Gedankenwelt. Dafür baut sie Modellräume, die durch fotografische Montage zur Bühne einer stilisierten Figur werden. Die „Resonanzräume“ sind der Realität enthoben, sie sind konstruiert, abstrakt, fiktiv. Losgelöst von ihrem musikalischen Ursprung werden sie zu einer Projektionsfläche für Emotionen, zu eigenständigen Bildern menschlicher Sehnsüchte, Hoffnungen, Ängste.

So wie unser tatsächliches Leben derzeit um einen Großteil seiner Öffentlichkeit beraubt wurde, sind die Figuren in Bettina Cohnens „Resonanzräumen“ auf sich selbst zurückgeworfen. In einem meist abgeschlossenen Raum, der nur begrenzt Blick auf die Außenwelt zulässt, verhandeln sie ihr Dasein ohne sichtbares Gegenüber.

Für die Performance „Ausblick auf Jagdgründe“ überführt die Künstlerin zum ersten Mal einen ihrer „Resonanzräume“ in ein Tableau vivant, das von der Straße aus durch das Schaufenster betrachtet werden kann. Der Galerieraum wird zur Kulisse für einen gedanklichen Monolog und es entsteht ein vielschichtiges Spiel mit dem Innen und dem Außen.

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